Wo ist mein Hut?

Jon Klassen
Verlag
Nord-Süd-Verlag
Seitenzahl
40 Seiten
Fester Einband
ISBN (13)
978-3314101175
Übersetzung
Thomas Bodmer
Illustrationen
Jon Klassen
Kategorie (Bücher)
Bilderbücher
Altersgruppe
ab 3

Wer kennt nicht die Situation etwas zu suchen und nicht zu finden?

So scheint es auch dem Bären in Jon Klassens Geschichte zu gehen. Schon im Vorsatzpapier sieht man ihn zwischen lauter Tieren, groß und irgendwie verloren stehen. Gleich die erste Seite bestätigt den Eindruck. Hier stimmt etwas nicht. Bär sucht seinen Hut. Höflich fragt er sich von Tier zu Tier durch. Beachtenswert ist das Farbspiel auf der jeweiligen Textseite. Der rein im Dialog gehaltene Text macht nämlich durch unterschiedliche Farbgebung die Unterhaltung zwischen dem Bären (schwarzer Text) und den jeweils anderen Tieren deutlich. Überhaupt ist fast die gesamte Tonalität (Bild + Text) eher in gedeckten Erdfarben gehalten. Aber nur fast. Dem aufmerksamen Betrachter wird das Rot des Hutes dann doch auffallen. Und dem Bären? Nicht sofort. Darin liegt genau das Komische der Geschichte, er ist doch da, der Hut. Der Bär sieht ihn allerdings nicht – jedenfalls nicht bis zur Mitte des Buches. Als er gerade dem Hirsch beschreiben möchte, wie denn der Hut aussieht, erinnert er sich. Er hat seinen Hut gesehen! Plötzlich geht alles sehr schnell. Es kommt zu einem Showdown, so viel sei verraten - und dass am Ende der Geschichte etwas oder auch jemand anderes gesucht wird, das auch.

Weitere Infos

Ob die Geschichte ein Happy End hat, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Eine herrliche Geschichte zum Schmunzeln, Mitfiebern und Nachdenken.

Das Buch ist nominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis 2013.

http://www.nord-sued.com/hut/

Besprochen von:

Heike Roegler
Unsere Expertin für Bücher mit Hamburg-Bezug, Bilderbücher

Es war einmal ein kleines Mädchen, das fand Bücher einfach toll. Selbst als sie noch nicht lesen konnte, hat sie schon im zarten Alter von 2 Jahren in Büchern geblättert und sich an dem Rascheln der Blätter erfreut. Später hat sie dann - als sie schon lesen konnte - viele Bücher verschlungen. Ob ihr Lieblingsbilderbuch „Bi Be Bo Ba Bu, die Igelkinder“, den „Kleinen Wassermann“ oder „Momo“ - sie hatte einfach mit allen Büchern Spaß. Als Erwachsene begleiten sie nun immer noch Bücher. Nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin und ihrem Studium zur Kulturanthropologin (übrigens eine Idee, die sie aus einem Buch bekommen hat) und zur Museumsmanagerin arbeitet sie heute im Hamburger Kinderbuchhaus, im Ide Ehre Leseclub und veranstaltet selbst Werkstätten rund um das Thema Buch.
Sie heißt übrigens Heike Roegler. Und wenn sie nicht in einem Buch steckt, dann versucht sie sich vielleicht gerade an einer Buchapp, auf jeden Fall liest sie noch heute viel.

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